Das erste Exilplenum im März findet am 04.03.2010 um 19.00 Uhr im Gewerkschaftshaus in der Richard-Wagner-Straße 2 statt. Themen sind voraussichtlich eine Reflexion der Ereignisse rund um die Besetzung der Uni-Verwaltung am 01.03. und eine Planung des Vorgehens in den nächsten Wochen.1. Exilplenum im März
Das erste Exilplenum im März findet am 04.03.2010 um 19.00 Uhr im Gewerkschaftshaus in der Richard-Wagner-Straße 2 statt. Themen sind voraussichtlich eine Reflexion der Ereignisse rund um die Besetzung der Uni-Verwaltung am 01.03. und eine Planung des Vorgehens in den nächsten Wochen.Treffen mit dem Senatsvorsitzenden
Heute um 12.00 Uhr fand ein Treffen des Plenums mit Herrn Prof. Jannsen, dem Vorsitzenden des Senats, und einem anwesenden Verwaltungsmitglied im Sitzungssaal der Mathematik statt. Dieses Treffen wurde gestern während der insgesamt zwölfstündigen Besetzung der Uni-Verwaltung ausgehandelt.
Es wurde ein konstruktives und produktives Gespräch geführt, das zwei Themenkomplexe beinhaltete: die Abschaffung der Anwesenheitspflicht und die Änderung der Maximalstudienzeit. Der Senat wird sich in den nächsten ein bis zwei Wochen forciert mit diesen Themen beschäftigen um konkrete Ergebnisse zu erreichen.
Im Sommersemester wird die Praxis der Anwesenheitspflicht abgeschafft sein, da die Anwesenheitspflicht nicht mit dem Erreichen des Lehr- und Lernzieles in Zusammenhang steht. In diesem Punkt hat der Senatsvorsitzende die selben Ansichten wie das Plenum und wird sich daher für das Anliegen der StudentInnen einsetzten.
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen erlauben es nicht die Maximalstudiendauer aufzuheben, allerdings wird veranlasst, dass der gesetzliche Rahmen voll ausgeschöpft wird. Im Sommersemester wird die Hochschulverwaltung eine Mustersatzung für die Prüfungsordnungen der Fakultäten entworfen, die eine zweite Wiederholungsprüfung gestattet. Dies kommt einer faktischen Verlängerung der Maximalstudienzeit gleich. Prof. Jannsen machte klar, dass dieser Prozess durch den Bildungsstreik und die Besetzung eines Hörsaals deutlich beschleunigt wurde.
Uni-Verwaltung besetzt - Verhandlungen laufen
Nachdem wir um 11.00 Uhr in der Verwaltung den Gang vor dem Rektoratsbüro besetzt haben, führen wir derzeit Verhandlungen mit dem Vorsitzenden des Senats, Prof. Dr. Uwe Jannsen. Derzeit liegt uns das konkrete Angebot vor, zwei unserer Forderungen zu erfüllen.
Nicht nur andere Universitäten, sondern auch diverse Gewerkschaften solidarisieren sich mit uns und unterstützen uns auch auf praktische Art, zum Beispiel mit Pizza-Spenden.
Mit Essen und Getränken werden wir außerdem von Mitgliedern des Plenums versorgt, die sich außerhalb des Verwaltungsgebäudes befinden. Alles, was wir benötigen, wird über einen Korb auf den Balkon gehoben, da das Verwaltungsgebäude abgesperrt wurde. Wie lange wir noch hier im Senatssaal bleiben werden, ist bisher noch unklar.
Universitätsverwaltung besetzt
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Am Montag, den 1. März 2010, haben protestierende StudentInnen das Verwaltungsgebäude der Universität besetzt. Dort befinden sich auch die Büros des Rektors sowie des Kanzlers.
Die StudentInnen reagierten damit auf die andauernde Gesprächsverweigerung der Hochschulleitung. Auch eine Woche nach der erneuten Vollbesetzung des Hörsaals H2 und fünf Tage nach Ablauf des Räumungsultimatums erfolgte bisher keinerlei Reaktion der Hochschulleitung.
Die Besetzenden hatten sich zu diesem Schritt entschlossen, um erneut vehement für die Erfüllung ihrer Forderungen nach einem sozialeren, demokratischeren Bildungssystem einzutreten. Seit Dezember warten die Studierenden auf Gespräche über den von Ihnen erstellten Forderungskatalog. Verlangt werden unter anderem die Abschaffung der Studiengebühren, freier Zugang zum Masterstudium sowie mehr studentische Mitbestimmung in den Hochschulgremien.
„Die Besetzung der Verwaltung soll ein Zeichen sein, dass wir uns nicht ignorieren und mundtot machen lassen. Wir wollen unsere Forderungen durchsetzen und hoffen, dass wir durch eine Besetzung der Verwaltung eine Reaktion erreichen“, so ein Student.
Eine freiwillige Räumung des Verwaltungsgebäudes knüpfen die BesetzerInnen an die Erfüllung von Forderungen, wie es heißt.
Semesterticket am Studieninformationstag
Nachdem sich die Besetzenden der Universität Regensburg mehrere Tage lang erfolgreich gegen das Anwesenheitsverbot des Rektors durchgesetzt hatten, waren sie auch am heutigen Studieninformationstag der Hochschule präsent.
Während sich der H2 zu einem Besuchermagneten entwickelte, informierten die BesetzerInnen auch außerhalb des besetzten Hörsaals Schüler und Lehrer über die miserable Situation an bayerischen Hochschulen allgemein und der Universität Regensburg im Speziellen. Auch die zentrale Begrüßungsveranstaltung im Audimax erhielt durch den symbolischen Verkauf von "Semestertickets" für 500 Euro eine klare Aussage, was die Hochschulleitung bedauerlicherweise dazu veranlasste, ihren Vortrag vorzeitig abzubrechen.
Anschließend konnten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen im H2 über den Verlauf und die Ziele der Besetzung und des Schülerprotests informieren. Auch hier lautete die zentrale Botschaft: "Lasst euch nicht vom Studium abbringen, aber informiert euch auch über die Probleme an der Universität."
Open Stage im H2
Jam Session gegen Räumung im besetzten H2!
Heute veranstalten wir ab 20.00 Uhr eine Jam Session gegen die drohende Räumung. Jeder der möchte darf spielen auf unserer Open Stage. Diverse bekannte Musiker haben bereits zugesagt, zeig auch du uns, was du kannst!
Für Verpflegung in Form von Essen, Getränken und Schlafplätzen ist gesorgt.
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